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Power-to-Heat-Anlage im Energiepark Dieselstraße

Umwandeln statt Abregeln

Die Power-to-Heat-Anlage im Energiepark Dieselstraße wandelt überschüssigen Strom in Wärme um und leitet das aufgeheizte Wasser in den angeschlossenen Energie- und Zukunftsspeicher. Bei Bedarf wird die Wärme in das hallesche Fernwärmenetz an unsere Kundinnen und Kunden verteilt.

Eine große Herausforderung ist die schwankende Verfügbarkeit der erneuerbaren Energien. Wenn z. B. Windkraft- und Photovoltaikanlagen mehr Strom erzeugen als ins Netz eingespeist werden kann, werden diese Anlagen normalerweise abgeschaltet.

 

Wissenswertes zur Power-to-Heat-Anlage

Das Prinzip ist äußerst einfach: Überschüssige Energie aus Photovoltaik- und Windkraftanlagen wird verwendet, um Wärme zu produzieren. Ähnlich wie bei einem Wasserkocher, jedoch in einem viel größeren Maßstab, wird hierzu in einem Elektrodenheizkessel Wasser erhitzt. Dabei geht praktisch keine Energie verloren, da der Wirkungsgrad des Strom-Wärme-Umwandlungsschrit beeindruckende 99,9 Prozent beträgt.

Das erwärmte Wasser wird in unseren Energie- und Zukunftsspeicher geleitet und kann dort über längere Zeiträume gespeichert werden.

Bei Bedarf wird die erzeugte Wärme über das Fernwärmenetz an die Kundinnen und Kunden verteilt.

  • Die Power-to-Heat-Anlage im Energiepark Dieselstraße ist die erste Anlage in Sachsen-Anhalt
  • Die Leistung beträgt 45 MW, die bei Bedarf innerhalb von nur 5 Minuten erreicht wird
  • Höhe: 6,9 m
  • Durchmesser: 2,4 m
  • Volumen: 16,1 m³
  • Gewicht: 7,9 t

50Hertz betreibt das Stromübertragungsnetz im Norden und Osten Deutschlands und baut es entsprechend den Anforderungen der Energiewende weiter aus. Das Höchstspannungsnetz erstreckt sich über 10.000 Kilometer durch Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen- Anhalt und Thüringen sowie Berlin und Hamburg. Die Investitionskosten der Power-to-Heat-Anlage in unserem Energiepark in Höhe von 8,5 Mio. Euro wurden von 50Hertz übernommen. 

Mithilfe unserer Kooperation mit 50Hertz wird ein Teil des überschüssigen Stroms aus erneuerbaren Energien für die Wärmeversorgung der Stadt Halle (Saale) genutzt. Unsere Region bietet gute Bedingungen hierfür, da es ein hohes Aufkommen an Strom aus Windenergie gibt.