Wichtiger Hinweis
Das Kundencenter der Stadtwerke Halle in der Bornknechtstraße 5 hat am Donnerstag, 23. April, und am Freitag, 24. April 2026, geschlossen.
Halle (Saale) treibt die Wärmewende aktiv voran. Mit dem kontinuierlichen Ausbau der Fernwärme entsteht eine moderne, zuverlässige Heizlösung für die Stadt, die ideal zur Ablösung alter fossiler Heizsysteme geeignet ist. Und das Beste daran? Aktuell bieten wir den Fernwärmeanschluss zum Nulltarif an.*
Für Eigentümer und Verwaltungen bedeutet das eine unkomplizierte Möglichkeit, ihre Gebäude zukunftssicher anzuschließen, ohne in eigene Heiztechnik investieren zu müssen. Fernwärme kombiniert Klimaschutz mit Planungs- und Betriebssicherheit – eine effiziente Lösung für heute und morgen.
Für Sie relevant, wenn…
- Sie ein Gebäude verwalten und eine neue Wärmeversorgung planen.
- Sie eine bestehende Heizung modernisieren oder ersetzen möchten.
- Sie Fernwärme als Lösung für Neubau oder Sanierung prüfen.
- Sie eine „Zwischenlösung“ bis zum Fernwärmeanschluss benötigen.
- Sie mit klimafreundlicher Fernwärme aktiv zur Wärmewende beitragen wollen.
- Sie in einem Fernwärmeausbaugebiet wohnen.
Die wichtigsten Informationen für Sie:
Fernwärme im Überblick
Netzausbau in Halle (Saale)
Ihr Weg zum Fernwärmeanschluss
„Übergangslösung“ bis zum Fernwärmeanschluss
Umbau und Anforderungen bestehender Gasheizungen
Fördermittel für einen Fernwärmeanschluss
Preise, Bedingungen, Informationspflichten
FAQs Wärmeversorgung
Kontakt
...oder prüfen Sie jetzt direkt die Verfügbarkeit für Ihr Objekt und übermitteln Sie Ihren Bedarf an einem Fernwärmeanschluss über unseren WärmeAtlas.
Fernwärme im Überblick
Fernwärme ist eine hocheffiziente und klimafreundliche Methode, um Ihr Gebäude zuverlässig mit Wärme und Warmwasser zu versorgen. In Halle (Saale) dient sie als Rückgrat der Wärmewende – also als zentrale Technologie, um die Wärmeversorgung klimafreundlicher zu gestalten und fossile Brennstoffe wie Öl und Gas nach und nach abzulösen.
Unser Fernwärmenetz deckt bereits heute einen großen Teil der Saalestadt ab und wird im Zuge der kommunalen Wärmeplanung weiter ausgebaut. So unterstützt unsere Fernwärme aktiv die städtischen Klimaziele, reduziert CO₂-Emissionen und sorgt für eine langfristig sichere und moderne Wärmeversorgung in Halle (Saale). Mehr Informationen zur kommunalen Wärmeplanung finden Sie auf der Website der Stadt Halle (Saale).
Fernwärme bietet eine zuverlässige und komfortable Wärmeversorgung – ohne eigene Wärmeerzeugungsanlage im Gebäude. Für Eigentümer und Verwaltungen bedeutet das weniger Technikaufwand, geringere Betriebs- und Wartungsverantwortung sowie eine langfristig planbare Lösung. Zudem unterstützt Fernwärme die Wärmewende, da die Erzeugung schrittweise zentral im Netz klimafreundlicher umgestellt werden kann. Damit ist Fernwärme eine zukunftssichere Alternative zu fossilen Heizsystemen.
Vorteile der Fernwärme speziell für Verwaltungen/Eigentümer:
- Planungssicherheit
- geringere Komplexität bei der Planung und Umsetzung der neuen Wärmeversorgung
- hohe Versorgungssicherheit
- geringer Betriebsaufwand
- ein Anbieter mit direkten Ansprechpartnern für die Abrechnung
- direkte Ansprechpartner zu allen technischen und regulatorischen Fragen
In Halle (Saale) erfolgt die Erzeugung von Fernwärme in den Energieparks Dieselstraße und Trotha im Prozess der sogenannten Kraft-Wärme-Kopplung, also der gleichzeitigen Produktion von Strom und Wärme. Von dort wird sie über unser Fernwärmenetz sicher in die angeschlossenen Gebäude transportiert.
Aktuell liegt der Anteil regenerativer Energien bei der halleschen Fernwärme bei 1%, bis 2045 wird die Erzeugung komplett klimaneutral erfolgen.
Fernwärme bietet Ihnen eine stabile Preisentwicklung. Durch lokale Energiequellen und Abwärme wird sie langfristig unabhängiger von fossilen Importen und geopolitischen Schwankungen, wodurch Preissprünge minimiert werden.
- transparente Preisstruktur aus Grund- und Arbeitspreis
- geringere Abhängigkeit von kurzfristigen Gaspreissprüngen
- keine eigene Investition in fossile Heiztechnik
- kalkulierbare Betriebskosten über längere Zeiträume
Die Umstellung auf Fernwärme macht die Wärmeversorgung wirtschaftlich kalkulierbar und gleichzeitig nachhaltig, da die Integration erneuerbarer Energien langfristig die Kosten senkt. So bleibt Fernwärme eine stabile und wettbewerbsfähige Alternative zu anderen Heizsystemen wie Wärmepumpen.
Gleichzeitig gilt:
Die Energiepreise insgesamt – und damit auch die Fernwärme – stehen unter strukturellem Veränderungsdruck. Investitionen in Netzausbau, Dekarbonisierung, CO₂-Bepreisung sowie der Umbau der Erzeugungsanlagen führen dazu, dass die Preise wohl perspektivisch steigen werden.
Die EVH GmbH hat ein Gesamtkonzept zur Dekarbonisierung der Fernwärmeerzeugung erarbeitet. Dieser Wärmetransformationsplan sieht vor, dass die Fernwärmeerzeugung bis spätestens 2045 treibhausgasneutral geschieht. Darüber hinaus gibt es mit 30 % im Jahre 2030 sowie 80 % im Jahre 2040 zwei Zwischenziele für den „grünen“ Anteil an der jährlichen Gesamtwärmeerzeugung.
Um diese ambitionierten Ziele zu erreichen, bedarf es innovativer Technologien und neuer Wärmequellen. Hierbei kommt zum Beispiel die Nutzung von Umweltwärmequellen (Gereinigtes Abwasser an der Kläranlage, Geothermie, Flusswärme, …) oder die Einspeisung unvermeidbarer Abwärme aus Industriebetrieben sowie Rechenzentren in Frage. Neben der technischen Machbarkeit ist es auch besonders wichtig, dass die Technologien wirtschaftlich sind, damit die Fernwärme für alle Hallenserinnen und Hallenser bezahlbar bleibt.
Bereits heute speist eine Solarthermie-Anlage in Trotha regenerative Wärme in das Fernwärmenetz ein. Außerdem wurde im Dezember 2023 die erste Power-to-Heat-Anlage in Sachsen-Anhalt im Energiepark Dieselstraße in Betrieb genommen. Diese nutzt überwiegend regenerativen Überschussstrom aus dem Netz um Wärme zu erzeugen, welche entweder direkt genutzt oder im Energie- und Zukunftsspeicher gespeichert werden kann.
Die Wärmewende ist politisch und rechtlich fest verankert: Gebäude sollen künftig deutlich weniger CO₂ ausstoßen. Weil Heizen einen großen Anteil am Energieverbrauch ausmacht, steht die Wärmeversorgung besonders im Fokus. Daraus ergeben sich neue Pflichten, Planungsprozesse und Investitionsentscheidungen – für Kommunen, Netzbetreiber, Eigentümer und Verwaltungen. Fernwärme wird für viele Gebäude zur praktikablen Option, um gesetzliche Anforderungen zu erfüllen.
Gebäudeenergiegesetz (GEG)
Das Gebäudeenergiegesetz (GEG) regelt in Deutschland die energetischen Anforderungen an Gebäude und Heizungsanlagen. Seit 2024 gilt, dass neu eingebaute Heizungen künftig zu mindestens 65 % mit erneuerbaren Energien betrieben werden sollen.
Aktuell ist vorgesehen, das Gesetz weiterzuentwickeln. Die Bundesregierung plant mit dem Gebäudemodernisierungsgesetz eine Anpassung, mit dem Ziel, die Vorgaben flexibler und technologieoffener zu gestalten. Dabei sollen unter anderem mehr Möglichkeiten beim Heizungstausch geschaffen sowie der Einsatz moderner Gas- und Ölheizungen unter bestimmten Bedingungen weiterhin ermöglicht werden. Auch eine schrittweise Beimischung erneuerbarer Energien (Biotreppe) sowie Anpassungen bestehender Austauschpflichten sind im Gespräch.
Diese Änderungen befinden sich derzeit noch in Planung und sind noch nicht umgesetzt.
Wärmeplanungsgesetz (WPG) – kommunale Wärmeplanung
Das Wärmeplanungsgesetz verpflichtet Städte und Gemeinden, eine kommunale Wärmeplanung zu erstellen. Dabei wird u. a. festgelegt:
- Wo Fernwärme sinnvoll ausgebaut werden kann
- Wo andere Lösungen (z. B. Wärmepumpen) wahrscheinlicher sind
- Welche Gebiete perspektivisch angeschlossen werden
Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG)
Die BEG ist zwar kein Gesetz, aber der wichtigste Förderrahmen für Eigentümer. Sie unterstützt den Anschluss an Fernwärme und Maßnahmen im Gebäude (z. B. Übergabestation). Für viele Eigentümer ist das der zentrale Hebel, um Investitionen finanzierbar zu machen.
Netzausbau in Halle (Saale)
Unser Fernwärmenetz deckt bereits heute einen großen Teil der Saalestadt ab und wird im Zuge der kommunalen Wärmeplanung weiter ausgebaut. Detaillierte Zeitpläne für die Umstellung einzelner Gebiete werden nach Stadtratsbeschluss entwickelt. Mehr Informationen zur kommunalen Wärmeplanung finden Sie auf der Website der Stadt Halle (Saale).
Werfen Sie einen Blick in unseren WärmeAtlas, um aktuelle und geplante Ausbaugebiete zu entdecken. Zusätzlich veranschaulicht unsere „Storymap“, wie sich das Fernwärmenetz in Halle (Saale) langfristig entwickelt – von heute bis ins Jahr 2045.
Ihr Weg zum Fernwärmeanschluss
Ein Anschluss lässt sich gut planen, wenn der Ablauf klar ist. In unserem WärmeAtlas erhalten Sie zunächst Auskunft darüber, ob und wann Ihr Objekt an die Fernwärme angeschlossen werden kann - und übermitteln erste Gebäudedaten.
Erfolgt die bauliche Realisierung innerhalb der nächsten zwei Jahre erhalten Sie einen Netzanschlussvertrag mit konkretem Kostenangebot. Kurz vor Versorgungsbeginn folgt der Wärmeliefervertrag. Liegt der Anschluss weiter in der Zukunft, sichern Sie sich mit einem Vorvertrag frühzeitige Planungssicherheit.
Für den Fernwärmeanschluss wird im Gebäude ein geeigneter Technikraum benötigt (meist Heizungsraum/Keller). Dort wird eine Hauszentrale (Übergabestation) installiert, die die Fernwärme an Ihre Hausanlage für Heizung und Warmwasser überträgt.
Der Raum sollte trocken, frostfrei, gut zugänglich und ausreichend groß sein. Zudem werden Stromanschluss für Regelung und Messtechnik sowie geeignete Anschlussmöglichkeiten an die bestehende Heizungs- und Warmwasseranlage benötigt. Die Leitungsführung vom Hausanschluss bis zur Station muss technisch möglich sein (z. B. Wanddurchführung, Leitungsweg).
Die Hausanschlussstation (HAST) ist die zentrale Schnittstelle zwischen dem Fernwärmenetz und Ihrer Hausanlage für Heizung und Warmwasser. Sie kann entweder durch uns bereitgestellt werden oder Sie kümmern sich selbst darum.
- Wird die HAST von der EVH gestellt, verbleibt sie in unserem Eigentum und für die Bereitstellung fällt ein monatlicher Zuschlag auf den Wärmelieferpreis an. Reparaturen und Ersatz erfolgen in der Regel durch die EVH und sind im Grundpreis enthalten.
- Alternativ können Sie die HAST eigenständig installieren lassen. In diesem Fall liegt die Hausanschlussstation in Ihrem Eigentum, die Technischen Anschlussbedingungen (TAB) müssen eingehalten werden. Für Reparaturen, Ersatzteile sowie Wartung sind Sie selbst verantwortlich.
Tipp: Ein Verzeichnis aller geprüften Vertragsinstallationsunternehmen für Fernwärmeanlagen finden Sie auf der Website der Energieversorgung Halle Netz GmbH.
Zu Ihrer Sicherheit und damit alle Arbeiten an Elektro-, Erdgas- und Fernwärmeanlagen auch fachgerecht ausgeführt werden, hat die Energieversorgung Halle Netz GmbH die nachfolgenden Firmen auf ihre Ausrüstung, die Ausbildung ihrer Mitarbeitenden und die fachlichen Voraussetzungen geprüft. Wählen Sie für die Vergabe von Aufträgen Firmen aus dem Verzeichnis auf der Website der Energieversorgung Halle Netz GmbH aus und beachten Sie, dass nicht jede Firma für alle Arbeiten qualifiziert ist.
Sofern Sie für die Vorbereitung oder Umsetzung Ihres Projekts einen Energieeffizienzberater benötigen, empfehlen wir Ihnen, einen Berater zu wählen, der auf der Website der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena) gelistet ist. Die dort aufgeführten Berater erfüllen festgelegte Qualitätskriterien und weisen diese kontinuierlich nach.
Website der dena: www.energie-effizienz-experten.de
„Übergangslösung“ bis zum Fernwärmeanschluss
Der Netzausbau in Halle (Saale) erfolgt gestaffelt nach Ausbaugebieten. Gleichzeitig kann es vorkommen, dass eine bestehende Heizungsanlage bereits vor dem geplanten Anschlusszeitpunkt ausfällt oder kurzfristig ersetzt werden muss.
Damit Ihre Wärmeversorgung trotzdem gesichert bleibt, bieten wir Übergangs- bzw. Zwischenlösungen (z. B. Kesselanlage) an. Diese ermöglichen eine zuverlässige Versorgung bis zum endgültigen Fernwärmeanschluss – zum Beispiel bei dringenden Sanierungen, technischen Defekten oder Verzögerungen im Bauablauf.
Sofern Sie an einer individuellen Wärmelösung interessiert sind, nutzen Sie bitte unser Online-Formular, um ein unverbindliches Angebot anzufordern. Wir melden uns anschließend schnellstmöglich bei Ihnen.
Für Fragen oder weitere Informationen schicken Sie uns bitte ein Mail an Dezentrale.Waerme@evh.de.
Hinweis: Eine Übergangslösung für Wohnungseigentümergemeinschaften ist leider nicht möglich.
Umbau und Anforderungen bestehender Gasheizungen
Viele Gebäude in Halle (Saale) werden noch mit Gas beheizt – zentral im Keller oder über Etagenheizungen. Ein sofortiger Austausch ist nicht nötig, doch das Gebäudeenergiegesetz (GEG) legt Fristen und Effizienzpflichten fest. Zudem unterscheiden sich die technischen Anforderungen für den Fernwärmeanschluss je nach bestehendem Heizungssystem.
- Keine Umbauten in der Wohnung erforderlich – hauptsächlich Austausch im Heizungskeller
- Bestehende Heizkörper können weitergenutzt werden
- Gasanschluss wird getrennt, mit Ausnahme von Kochgas
- Umbau erfolgt zentral mit geringeren Beeinträchtigungen für Mieterinnen und Mieter
- Größere Umbauten erforderlich: neue, zentralisierte Heizungsanlage in einem separaten Heizungsraum
- Gasanschluss in der Wohnung wird entfernt, Hausverteilung muss realisiert werden
- Warmwasserversorgung muss neu organisiert werden
- Umbauarbeiten können mehrere Tage dauern mit temporären Beeinträchtigungen
- Kund*in ist für Umbau zuständig
- Austauschpflicht prüfen: Heizungen älter als 30 Jahre müssen in der Regel innerhalb von 2 Jahren nach Feststellung ersetzt werden (§ 10 GEG).
- Effizienzanforderungen erfüllen: Neue oder modernisierte Anlagen müssen die aktuellen GEG-Standards einhalten.
- Übergangslösungen sichern: Alte Heizungsanlage bis zum Anschluss an Fernwärme funktionsfähig halten – besonders relevant bei zeitlich versetztem Anschluss.
- Wartung & Betrieb: Regelmäßige Wartung und Betriebspflicht liegen beim Eigentümer bis zum Anschluss.
- Fördermöglichkeiten prüfen: Zuschüsse oder Kredite (z. B. BEG EM) frühzeitig beantragen.
- Dokumentation: Effizienzmaßnahmen, Modernisierungen und Verbrauchswerte systematisch dokumentieren.
Fördermittel für einen Fernwärmeanschluss
Die Umstellung auf Fernwärme ist eine Investition in eine zukunftssichere Wärmeversorgung, für die verschiedene Fördermöglichkeiten zur Verfügung stehen. Je nach Maßnahme werden sowohl der Ausbau der Wärmenetze als auch der Anschluss und die Umstellung im Gebäude selbst unterstützt.
Nutzen Sie unseren FörderFinder und erhalten Sie eine Übersicht der Fördermöglichkeiten für Ihr Gebäude.
Preise, Bedingungen, Informationspflichten
Für einen Fernwärmeanschluss sind verschiedene Unterlagen erforderlich – von Antragsformularen über Verträge bis hin zu technischen Dokumenten. Hier finden Sie alle wichtigen Unterlagen, Bedingungen und Informationspflichten - kompakt gebündelt, damit Sie den Anschluss Ihres Gebäudes einfach und transparent vorbereiten können.
FAQ Wärmeversorgung
Kontakt
Sie haben Fragen oder benötigen eine persönliche Beratung? Schreiben Sie uns eine E-Mail an fernwaerme@evh.de und schildern Sie uns kurz Ihr Anliegen. Wir melden uns bei Ihnen.
* Einzige Ausnahme sind Maßnahmen mit Hausanschlusskosten über der Pauschale – hier ist eine Einzelfallprüfung notwendig.