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Stand: 30. Januar 2023

Unser Ziel ist es, unseren Kundinnen und Kunden stets faire und bezahlbare Preise anzubieten. Dennoch stellt die rasante Preisentwicklung an den Energiemärkten, vor allem die Beschaffung von Energiemengen, Deutschland und uns als Energieversorger vor eine große Herausforderung.

Wir haben höhere Beschaffungskosten und müssen diese teilweise weitergeben, um weiterhin die Energieversorgung in Halle (Saale) zuverlässig und sicher gewährleisten zu können. Diese gestiegenen Kosten können wir leider nicht mehr kompensieren.

Da wir derzeit ein hohes Aufkommen an Anrufen und E-Mails haben, wollen wir Ihnen auf dieser Seite bereits die wichtigsten Fragen zur aktuellen Preisanpassung beantworten.

Alle Informationen zur Strom-, Gas- und Wärmepreisbremse haben wir hier für Sie zusammengestellt.

Inhalt

Preisanpassung zum 1. Januar 2023

Seit dem 3. Dezember 2022 findet man in den Medien unterschiedliche Berichterstattungen, wonach die Bundesregierung im Jahr 2023, per Gesetz, Preiserhöhungen auf Gas, Wärme und Strom verbieten will. Hintergrund ist die Absicht, dass möglicher „Missbrauch“ und „Mitnahmeeffekte“ von Energieversorgungsunternehmen durch ungerechtfertigte Preisanpassungen ausgeschlossen werden sollen.

Wir - als EVH - distanzieren uns ausdrücklich von diesem Generalverdacht und haben Ihnen nachfolgend die wichtigsten Fragen und Antworten zu diesem Thema zusammengefasst.

Ist meine Preiserhöhung ab 1. Januar 2023 nach dem neuen Gesetzesentwurf der Bundesregierung gerechtfertigt?

Ja. Preisanpassungen unterlagen bereits in der Vergangenheit strengen Regularien des Bundeskartellamtes. Unsere Preiserhöhungen werden grundsätzlich nur dann und nur in dem Umfang vollzogen, wie unsere eigenen Kosten, z. B. durch Energieeinkauf, erhöhte Netzentgelte oder Umlagen, gestiegen sind. Dies bezieht sich selbstverständlich genauso auf Preissenkungen. Der neue Gesetzesentwurf spiegelt somit lediglich unsere ohnehin gelebte Praxis wider.

Warum steigen die Preise ab dem 1. Januar 2023?

Neben den Beschaffungskosten haben sich auch staatliche Abgaben und Umlagen, die Netznutzungsentgelte sowie Dienstleistungs- und Personalkosten geändert. Die Anpassung saldiert also alle Kostenbestandteile, die zur Energielieferung gehören.

Unsere Preisanpassungen unterliegen schon immer den Regelungen aus dem Energiewirtschaftsgesetz sowie den begleitenden Rechtsnormen. Und nach diesen können wir im Falle einer entsprechenden behördlichen Überprüfung unsere Kostenentwicklungen jederzeit detailliert nachweisen.

Kann es 2023 zu weiteren Preisanpassungen kommen?

Ja. Sachgerechte und angemessene Preiserhöhungen sind auch mit dem neuen Gesetz weiterhin zulässig. Dazu heißt es in der Gesetzesbegründung:

„Eine sachliche Rechtfertigung kann sich im vorliegenden Kontext aus marktbasierten Preis- und Kostenentwicklungen, insbesondere einem Anstieg der Beschaffungskosten, oder aus Entwicklungen der vom Lieferanten im regulatorischen Sinne nicht beeinflussbaren Kostenbestandteile ergeben. Bei der Prüfung können auch Vergleiche mit der bisherigen Kalkulation des Arbeitspreises sowie der Beschaffungsstrategie der Erdgaslieferanten von Bedeutung sein. Zu den nicht beeinflussbaren Preisbestandteilen gehören insbesondere die Netzentgelte und die staatlich veranlassten Preisbestandteile.“

Selbstverständlich kann es auch zu Preissenkungen kommen, die wir natürlich direkt an Sie weitergeben werden.

Warum habe ich mit dem neuen Preisanpassungsschreiben keinen Abschlagsplan für 2023 erhalten?

Sollte Ihrem Anschreiben kein neuer Abschlagsplan für 2023 beiliegen, dann erhalten Sie in Kürze Ihre Jahresverbrauchsabrechnung. Ihr neuer Abschlagsplan ist dann in der Abrechnung hinterlegt.

Warum erhalte ich eine Preiserhöhung für Strom bzw. Erdgas, obwohl laut Medien, die Beschaffungspreise an den Handelsbörsen wieder sinken?

Zwischen den Preisanpassungen für unsere Kundinnen und Kunden und den Großhandelspreisen gibt es einen zeitlichen Verzug. Wäre dies nicht so, hätten wir bereits im Sommer 2022 die Strom- und Gaspreise mehr als verdoppeln müssen. Um Kostenspitzen (wie zum Beispiel Ende August 2022, als kurzfristig Strom 2.000 % teurer war als 12 Monate zuvor) für unsere Kundschaft zu vermeiden, wird zudem schrittweise eingekauft.

In der aktuell konkreten Situation sinken tatsächlich seit Herbstbeginn aufgrund der zu warmen Temperaturen und den gefüllten Gasspeichern die Preise an den Großhandelsmärkten. Wird aus diesem kurzfristigen Trend eine nachhaltige Entwicklung wird es sicher in 2023 zu Preissenkungen kommen.

Warum sinken, trotz Preiserhöhung zum 1. Januar 2023, meine Abschläge für Erdgas?

Die Bruttoabschläge für Erdgas werden ab Januar, trotz Preissteigerung, um ca. 10 % gesenkt. Grund dafür sind zum einen die zurückgenommene Gasbeschaffungsumlage und die geänderte Mehrwertsteuer auf Erdgas ab Oktober 2022 und zum anderen die geplante Gaspreisbremse, welche wir bereits ab Januar in die Abschläge einberechnet haben.

Ist die ab voraussichtlich 1. Januar 2023 geltende Strompreisbremse in meiner Preisanpassung berücksichtigt?

Nein. Da die Rahmenbedingungen zur Strompreisbremse wesentlich später als beim Gas publiziert wurden, konnten die Auswirkungen der Preisbremse noch nicht in den ab Januar 2023 gültigen Abschlägen berücksichtigt werden. Sobald die Strompreisbremse in Kraft tritt, erfolgt eine umgehende Information zur Senkung der Abschläge.

Gibt es im Moment spezielle Produktangebote für mich?

Ja. Sofern Sie es noch nicht getan haben, können Sie sich in Halle Strom zum attraktiven Festpreis sichern – und das für volle zwei Jahre. Und keine Sorge, die Strompreisbremse kommt natürlich auch hier zum Tragen.

Hier geht es direkt zum Angebot.

Strom-, Gas- und Wärmepreisbremse

Am 24. Dezember 2022 sind die sogenannten Energiepreisbremsen in Kraft getreten. Damit will die Bundesregierung Privathaushalte und Unternehmen entlasten. Die Preisbremsen gelten zunächst für das Jahr 2023, eine Verlängerung bis einschließlich April 2024 ist zu erwarten.

Sie profitieren automatisch von den Entlastungen für Strom, Gas und Wärme. Ihrerseits besteht also kein Handlungsbedarf.

Energiepreisbremsen

Alle Informationen zur Strom-, Gas- und Wärmepreisbremse haben wir hier für Sie zusammengestellt.

Dezember-Soforthilfe

Alle Informationen zur Soforthilfe finden Sie hier.

Abschaffung der Gasbeschaffungsumlage

Noch vor dem Inkrafttreten ab dem 1. Oktober 2022 wird die Gasbeschaffungsumlage wieder abgeschafft. Als Alternative soll es einen Preisdeckel, auch Gaspreisbremse genannt, geben.

Wie genau diese Gaspreisbremse in Kraft tritt, können wir zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sagen. Wir halten Sie aber selbstverständlich auf dem Laufenden.

Welchen Einfluss hat die Rücknahme der Gasbeschaffungsumlage auf die Preisanpassung zum 1. November 2022?

Hier müssen wir zwischen den Preisanpassungen in Halle (Saale) und dem überregionalen Gebiet unterscheiden. Kundinnen und Kunden in Halle (Saale) erhielten zum 1. Oktober und 1. November 2022 Preisanpassungen für Gas.

Grundlage der Preisanpassung zum 1. Oktober waren die gestiegenen Beschaffungskosten der EVH. Die Preisanpassung zum 1. November 2022 enthielten lediglich die durch die Bundesregierung beschlossenen Gasumlagen. Deshalb nimmt die EVH die zum 1. November angekündigte Gaspreisanpassung in Halle (Saale) zurück.

Für die Produkte außerhalb von Halle (Saale) erfolgte lediglich zum 1. November 2022 eine Preisanpassung, die neben den neueingeführten Gasumlagen auch die gestiegenen Beschaffungskosten der EVH beinhalteten. Daher wird diese Preisanpassung um die weggefallene Gasbeschaffungsumlage gekürzt.

Wird mein Abschlag wieder vermindert, nachdem die Gasbeschaffungsumlage nun weggefallen ist?

Eine automatisierte Absenkung des Monatsabschlages durch die EVH ist zum 1. November nicht möglich. Schnelle Änderungen von Gesetzgebungen, teilweise Rücknahme gerader getroffener Entscheidungen sowie die rückwirkende Absenkung der Mehrwertsteuer verursachen enorme zusätzliche Aufwendungen in den Abrechnungssystemen.

Zudem würde das Herabsetzen der Abschlagshöhe auf das Niveau vor dem 1. November 2022 die weiteren Kostenbestandteile der Preisanpassung vom November, die ab Januar zum Tragen kommen, nicht berücksichtigen und gegebenenfalls zu einer hohen Nachforderung in der Jahresrechnung führen.

Geld geht Ihnen jedoch nicht verloren, denn eventuell zu viel gezahlte Abschläge werden mit der Forderung der Jahresrechnung verrechnet.

Sollten Sie dennoch Ihren Abschlag ändern wollen, weisen wir nochmals darauf hin, dass es bei selbst reduzierten Abschlägen zu hohen Nachzahlungen kommen kann.

Warum wird die Gasbeschaffungsumlage wieder abgeschafft?

Nach der Verstaatlichung des Gasimporteurs Uniper steht die Gasbeschaffungsumlage vor dem politischen Aus. Hintergrund der fast vollständigen Übernahme des Gasimporteurs ist die komplette Einstellung der vertraglich vereinbarten Gaslieferungen aus Russland. Die dadurch weiter gestiegenen Ersatzbeschaffungskosten hätten die Notlage des größten deutschen Importeurs von russischem Gas sonst weiter verschärft. Laut Robert Habeck, Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz, dauert die Umsetzung der Verstaatlichung mindestens drei Monate.

Fällt auch die Gasspeicherumlage weg?

Nein, die Gasspeicherumlage wird weiterhin Bestand haben.

Ab wann gilt die Rücknahme der Gasbeschaffungsumlage?

Die Gasbeschaffungsumlage wurde mit Beschluss vom 29. September 2022 zurückgenommen.

Welche Auswirkungen hat der Wegfall der Beschaffungsumlage auf die Senkung der Mehrwertsteuer?

Keine, trotz Wegfall der Gasbeschaffungsumlage wurde die Mehrwertsteuer auf Gaslieferungen vom 1. Oktober 2022 bis zum 31. März 2024 auf 7 % gesenkt.

Umlagen und Steuern

Sind die von der Bundesregierung beschlossenen Gasumlagen in der Preisanpassung zum 1. November 2022 berücksichtigt?

Die Preisanpassung zum 1. November 2022 beinhaltete die Gasbeschaffungs- und Gasspeicherumlage. Nach dem Wegfall der Gasbeschaffungsumlage fallen die dafür vorgesehenen Kosten (2,419 ct/kWh) selbstverständlich nicht für Sie an.

Die Gasspeicherumlage bleibt weiterhin bestehen.

Was ändert sich noch?

Die Bilanzierungsumlage, die Bestandteil der Gasbeschaffung ist, hat sich zum 1. Oktober 2022 geändert und wird ebenfalls durchgereicht.

Mehr Informationen zur Bilanzierungsumlage erhalten Sie hier.

Warum führt die Bundesregierung eine neue Gasumlage ein und wie lange gilt sie?

Die Bundesregierung führte zum 1. Oktober 2022 folgende Umlage ein:

Gasspeicherumlage in Höhe von 0,059 ct/kWh (netto)
Die Gasspeicherumlage deckt die Kosten ab, die wegen der Vorhaltung eines festgelegten Füllstands der Gasspeicher entstehen. Sie wird nach derzeitigem Stand vom 1. Oktober 2022 bis zum 1. April 2025 erhoben und wird alle sechs Monate überprüft und ggf. angepasst.

Die Gasbeschaffungsumlage in Höhe von 2,419 ct/kWh (netto) wurde noch vor deren Einführung wieder gekippt.

Kommt die reduzierte Mehrwertsteuer auf Gaslieferungen (von 19 auf 7 %) zum Tragen?

Ja, wir setzen die Mehrwertsteuer für Gaslieferungen auf 7 % herab.

Erhalte ich ein neues Anschreiben zur Senkung der Mehrwertsteuer?

Nein, wir werden dann online darüber informieren.

Werden bei Senkung der Mehrwertsteuer auch die Abschläge wieder gesenkt?

Nein, die Abschläge werden nicht automatisch angepasst.

Warum wurde ich zum Wegfall der EEG-Umlage nicht informiert?

Eine schriftliche Information zur Senkung der Arbeitspreise durch den Wegfall der EEG-Umlage war nicht notwendig. Grundlage hierfür bildete das EEG-Umlagen-Absenkungsgesetz vom 1. Juli 2022. Erforderlich war nur eine Information der geänderten Preise auf den Internetseiten der Versorger. Dem sind wir als EVH nachgekommen. Wir haben alle geänderten Produktpreise auf unserer Webseite veröffentlicht.

Ist die EEG-Umlage wieder mit eingerechnet?

Nein, die EEG-Umlage ist seit dem 1. Juli 2022 nicht mehr in Ihrem Preis enthalten. Die Reduzierung Ihres Arbeitspreises für Strom erfolgte automatisch.

Ich habe in meinem Energievertrag eine Preisstabilität vereinbart. Werden die neuen Gasumlagen auch an mich weitergegeben?

Wenn Sie in Ihrem Energievertrag mit uns eine eingeschränkte Preisstabilität vereinbart haben, sind Steuern, Abgaben und sonstige staatlich veranlasste Belastungen davon ausgenommen. Die neue, vom Gesetzgeber eingeführten Gasspeicherumlage, die seit dem 1. Oktober 2022 gilt, ist eine staatlich veranlasste Belastung und liegt somit außerhalb der Preisgarantie.

Wir geben diese Belastung entsprechend der vertraglichen Regelung an Sie weiter. Sobald sich die Umlage auf den Preis in Ihrem Tarif auswirkt, werden wir Sie schnellstmöglich informieren.

Abschlag und Zahlungen

Ich habe meinen Gasabschlag für Dezember versehentlich doch geleistet. Erhalte ich mein Geld zurück?

Ihr Geld geht selbstverständlich nicht verloren und wird mit der nächsten Jahresrechnung verrechnet. Eine automatische Rücküberweisung von Abschlagszahlungen ist systemseitig leider nicht möglich. Sofern Sie eine Rückzahlung wünschen, wenden Sie sich bitte unter Nennung Ihrer Kundennummer und Kontoverbindung (IBAN) an kundencenter@evh.de

Wer erhält die Soforthilfe im Dezember, muss also keine Abschlagszahlung leisten?

Alle Haushaltskunden erhalten die Soforthilfe.
Darüber hinaus profitieren auch alle Geschäftskunden von der einmaligen Entlastungszahlung:

  • die nach Standartlastprofilen (SLP) abgerechnet werden, z. B. Bäcker, Gaststätten, Läden, kleinere Einrichtungen des Gesundheitswesens, Vereine oder soziale Einrichtungen
  • mit registrierter Leistungsmessung (RLM) sofern ihr Verbrauch unter 1,5 GWh/a liegt und es sich nicht um Verbrauch für den kommerziellen Betrieb von Strom- und Wärmeerzeugungsanlagen handelt.

Unabhängig von Ihrem Jahresverbrauch werden, per Sonderregelung, zusätzlich weitere Verbrauchende berücksichtigt, z. B.

  • Pflege, Vorsorge- oder Rehabiliationseinrichtungen, Kindertagesstätten sowie andere Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe
  • Bildungs-, Wissenschafts- und Forschungseinrichtungen
  • Erdgasbezug i.R.d. Wohnraumvermietung oder Wohnungseigentümergemeinschaften
  • Einrichtungen für medizinische Rehabilitation, berufliche Rehabilitation, Werkstätten für Menschen mit Behinderungen
Muss ich meinen Gasabschlag im Dezember 2022 bezahlen?

Nein. Im Rahmen des Erdgas-Soforthilfegesetzes werden Gas- und Fernwärmekundinnen und -kunden im Dezember 2022 von ihren Abschlagszahlungen freigestellt. Wir buchen im Dezember also keinen Abschlag vom Konto unserer Kundinnen und Kunden ab. Diesen übernimmt der Staat für Sie.
Kundinnen und Kunden, die ihre Abschläge monatlich selbstständig an uns überweisen oder bar einzahlen, können die Abschlagszahlung für Gas im Dezember einfach aussetzen.

In einem zweiten Schritt wird dann eine Gutschrift ermittelt, deren Wert sich nach einer im Gesetz verankerten Formel berechnet. Diese Gutschrift wird auf den Kundenkonten hinterlegt und in der nächsten Jahresrechnung berücksichtigt. Die Höhe des ausgesetzten Abschlages und die hinterlegte Gutschrift können sich hierbei unterscheiden.

Mieterinnen und Mieter, die ihre Abschläge für Wärme über Ihre Nebenkostenabrechnung bezahlen, erhalten die Entlastung durch den Vermieter.

Warum wurde Anfang Dezember mein Abschlag abgebucht?

Aufgrund technischer Gegebenheiten wird unser Rechnungslauf immer am Wochenende durchgeführt. Durch die gesetzlichen Regelungen kam es hier zu einer Verschiebung, sodass der Abschlag, der am 05.12. verrechnet wird, für den Monat November gilt.

Der Dezember Abschlag am 30.12. wird gesperrt und wie bereits angekündigt nicht in Rechnung gestellt. Bei Kunden mit SEPA-Verfahren wird der Novemberabschlag automatisch abgebucht, andere Kundinnen und Kunden überweisen ihren Abschlag wie gewohnt.

Wie errechnet sich die einmalige Gutschrift?

Bei Gaskunden errechnet sich die Höhe der Gutschrift auf der Grundlage von einem Zwölftel des Jahresverbrauchs, den wir für Ihre Verbrauchsstelle im September 2022 prognostiziert haben, sowie des Gaspreises vom Dezember. Zudem wird ein Zwölftel des Jahresgrundpreises erlassen.

Wo finde ich meinen neuen Abschlagsplan auf dem Anschreiben?

Sie finden den neuen Abschlagsplan auf der letzten Seite Ihres Infoschreibens.

Sollte Ihrem Anschreiben kein neuer Abschlagsplan beiliegen, dann erhalten Sie in in Kürze Ihre Jahresverbrauchsabrechnung. Ihr neuer Abschlagsplan ist dann in der Abrechnung hinterlegt.

Werden meine monatlichen Abschläge automatisch angepasst?

Ja, wir passen sowohl Ihren monatlichen Abschlag für Strom als auch für Gas bei Preisanpassungen automatisch an. Sie finden Ihren neuen Abschlagsplan auf der letzten Seite unseres Infoschreibens zur Preisanpassung.

Passen Sie bitte, sofern Sie uns kein SEPA-Lastschriftmandat erteilt haben, Ihren Dauerauftrag bzw. Ihre monatlichen Überweisungen entsprechend an.

Kann ich meinen Abschlag anpassen?

Eine Anpassung Ihres Abschlagsbetrags ist jederzeit möglich. Nutzen Sie hierfür am besten unser Formular für Abschlagsänderungen. Die Änderung wird Ihnen nochmals in einem separaten Schreiben bestätigt.

Hinweis: Sollten Sie Ihren Abschlag vermindern wollen, weisen wir darauf hin, dass es in Abhängigkeit von Ihrem Verbrauchsverhalten und der gestiegenen Preise in der nächsten Jahresrechnung zu einer Nachzahlung kommen kann.

Preise und Tarife

Gelten die kommenden Preisbremsen für Strom und Gas auch für die Festpreisprodukte (mit Laufzeitbindung)?

Ja. Die geplanten Preisbremsen werden auch bei den Produkten, für die die Preise vertraglich über eine bestimmte Laufzeit fest vereinbart wurden, angewendet.

Wird es weitere Preiserhöhungen geben?

Wir können leider nicht ausschließen, dass es infolge der angespannten Lage am Energiemarkt auch künftig weitere Preisanpassungen geben wird.

Wieso sind Ihre Preisangaben in brutto und dann wieder in netto ausgewiesen?

Gesetzliche Umlagen und Abgaben sowie die einzelnen Preiskomponenten weisen wir netto aus. Die Endverbraucherpreise werden brutto ausgewiesen. Bitte beachten Sie diesbezüglich unsere Hinweise, wie die Angaben erfolgen (z. B. Hinweise durch hochgestellte Nummern oder Sternchen *).

Wie wird die im 3. Entlastungspaket enthaltene Strompreisbremse für den Basisverbrauch umgesetzt?

Sobald die Bundesregierung Beschlüsse für etwaige Preisbremsen erlässt, werden wir diese selbstverständlich umsetzen und Sie darüber informieren.

Welchen günstigeren Tarif können Sie mir anbieten?

Sofern Sie es noch nicht getan haben, können Sie sich in Halle Strom zum attraktiven Festpreis sichern – und das für volle zwei Jahre. Und keine Sorge, die Strompreisbremse kommt natürlich auch hier zum Tragen.

Hier geht es direkt zum Angebot.

Warum erhöhen sich die Preise auch für Ökostrom?

Unser Strom für Ökoprodukte wird, genauso wie konventioneller Strom, zunächst über die Strombörse gekauft. Das heißt, dass beispielsweise ein Wasserkraftwerksbetreiber aus Norwegen genauso wie ein Kohlekraftwerksbetreiber aus Deutschland seinen Strom zu den an den Börsen gehandelten Preisen anbietet. Zusätzlich kaufen wir für die Ökostromeigenschaft sogenannte Herkunftsnachweise von Grünstromerzeugern, die belegen, dass diese Mengen Strom tatsächlich in Erneuerbare Energien-Anlagen produziert wurden. In unserem Fall sind das regionale aber auch überregionale Photovoltaik-Anlagen oder Wasserkraftwerke, beispielsweise aus Norwegen.

Sowohl Ökostrom als auch konventioneller Strom werden über ein gemeinsames Stromnetz transportiert, an das alle Stromerzeugungsanlagen und alle Stromverbrauchenden angeschlossen sind – egal ob Wasserkraft- oder Atomkraftwerk, egal ob Ökostrom- oder Grundversorgungskunde. Ein eigenes Netz für Ökostrom gibt es nicht.

Die Preisbildung erfolgt an der Strombörse nach dem Merit-Order Prinzip. Als Merit-Order bezeichnet man die Einsatzreihenfolge der Erzeugungsanlagen. Erneuerbare Energien haben dabei Einspeisevorrang, danach werden die Kraftwerke in der Reihenfolge ihrer Grenzkosten angeschaltet (beginnend mit dem billigsten). Das letzte eingeschaltete Kraftwerk bestimmt somit mit seinen Grenzkosten den Strompreis des Liefertages für alle eingesetzten Erzeuger.

Da wir uns im Moment in einer Energiekrise befinden, einerseits auf der Primärenergieträgerseite (durch den russischen Angriffskrieg in der Ukraine, der in der Konsequenz im Einstellen der Lieferungen von Erdgas nach Europa mündete), andererseits auf der Stromseite (Wasserknappheit bei Wasserkraftwerken in Norwegen und dem Alpenraum, Korrosion an französischen AKWs und Laufwassermengen zur Kühlung der Reaktoren) wirkt sich die Merit-Order besonders negativ aus.

Warum sind die Preise für die Ersatzversorgung höher als die Preise für die Grundversorgung?

Haushaltskunden, die infolge einer Kündigung des Netznutzungs- oder Bilanzkreisvertrages bzw. einer Insolvenz ihres bisherigen Lieferanten keinen Liefervertrag mehr haben, werden vom Grundversorger grundsätzlich zu den Bedingungen der Ersatzversorgung beliefert. Die Ersatzversorgung gilt für den Zeitraum von 3 Monaten.

Mit Inkrafttreten der EnWG-Novelle von Juli diesen Jahres wird im Rahmen der Neuordnung von Grund- und Ersatzversorgung die bisherige Gleichpreisigkeit bei der Ersatzversorgung von Haushaltskunden mit der Grundversorgung beendet. Die Grundversorger können also künftig auch gesonderte und den kurzfristigen Beschaffungskosten entsprechende Ersatzversorgungspreise für Haushaltskunden kalkulieren und abrechnen.

Für die Neueinführung und Änderung von gesonderten Ersatzversorgungpreisen für Haushaltskunden gilt nunmehr gemäß § 38 EnWG, dass der Grundversorger jederzeit ohne Einhaltung einer Vorlauffrist ein Preisblatt mit gesonderten Ersatzversorgungspreisen für Haushaltskunden, durch öffentliche Bekanntgabe und auf seiner Homepage auffindbare Veröffentlichung, wirksam in Kraft setzen kann.

Warum steigt mein Arbeitspreis Gas mehr als der Gesamtbetrag der ausgewiesenen Preiskomponenten?

Der Arbeitspreis ist brutto angegeben, die ausgewiesenen Preiskomponenten sind netto angegeben. Addiert man zu den Preiskomponenten noch die gesetzliche Mehrwertsteuer von 19 % hinzu, erhält man den Bruttobetrag, um den der Arbeitspreis erhöht wurde.

Warum kann ich außerhalb von Halle kein Strom- bzw. Erdgasprodukt buchen?

Die Energiepreise für Strom und Erdgas sind im Großhandel in den letzten Monaten um ein Mehrfaches gestiegen. Mit Blick auf unsere Versorgungspflicht in Halle (Saale) können wir Ihnen im Moment leider keine Produkte zu fairen Preisen außerhalb unseres Grundversorgungsgebietes anbieten.

Fragen zum Vertrag

Kann ich meinen Liefervertrag kündigen?

Ja, Sie haben bei Preisänderungen grundsätzlich das Recht der Sonderkündigung. Somit können Sie Ihren Vertrag ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens der Preisänderung in Textform kündigen.

Zähler und Zählerstand

Kann ich zum Stichtag der Preisanpassung meinen Zählerstand ablesen und angeben?

Ja, wir bieten jeder Kundin und jedem Kunden an, zu dem jeweiligen Stichtag selbst seinen Energiezähler abzulesen und den Zählerstand über unser Formular für Zählerstände im Internet mitzuteilen. Dieser wird dann nach einer Verifizierung für die Rechnungsabgrenzung entsprechend genutzt.

Warum wird „mein“ Zähler nicht abgelesen?

Formal ist für die Erfassung / Ablesung von Zählerständen der jeweilige Messstellenbetreiber zuständig. In Halle ist dies zu > 90 % der Fälle die Energieversorgung Halle Netz GmbH. Im Sinne einer kostengünstigen Daseinsvorsorge hat die Energieversorgung Halle Netz GmbH seit Jahren ein gutes und bewährtes System der so genannten rollierenden Ablesung etabliert. Dies bedeutet, dass verteilt über das Netzgebiet in den jeweiligen Stadtteilen zu unterschiedlichen Zeiten jeweils einmal im Jahr der Zählerstand erfasst wird. Dies hilft Kosten für die Ablesung nachhaltig günstig zu halten. Auf Grund dieses Systems und der damit optimierten Anzahl von Mitarbeitenden ist es dann jedoch nicht möglich, zu einem Stichtag alle ca. 180.000 Zähler ablesen zu lassen.

Um dennoch Preissplitts vornehmen zu können, werden die Zählerstände nach einem anerkannten Verfahren berechnet, sodass eine Ablesung zum Stichtag nicht erforderlich ist. Selbstverständlich besteht für unsere Kundinnen und Kunden darüber hinaus die Möglichkeit, die Zählerstände zum jeweiligen Stichtag selbst abzulesen und zu übermitteln. Sie können uns Ihre Zählerstände gern mitteilen. Diese werden dann der Abrechnung Ihrer Lieferstelle zu Grunde gelegt.

Wenn ich die Abschläge und die Rechnung nicht mehr zahlen kann, wird mein Zähler gesperrt?

Werden Abschläge oder Forderungen aus Rechnungen nicht vollständig und fristgerecht ausgeglichen, wird ein Mahnverfahren eingeleitet. Vor einer möglichen Liefersperre, welche mit Fristsetzung angekündigt wird, werden zwei Mahnungen versendet.

Kommen Sie bei Zahlungsschwierigkeiten bitte rechtzeitig auf uns zu, um Ihnen ggf. eine Ratenvereinbarung anbieten zu können.

Weiterführende Links

Aktuelle Lage

Wir informieren zur Lage der Gasversorgung in Halle (Saale).

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